Badetag
Als die Kinder noch klein waren, haben wir unsere Sommertage oft im örtlichen Freibad verbracht. Ich selbst schwimme nur ungern, aber den Kindern machte es riesigen Spaß, wenn sie von der Rutsche ins Wasser glitten, vom Beckenrand oder vom 3-Meter-Brett sprangen. Ein gut gefüllter Picknickkorb gehörte zur Standardausrüstung, genauso wie das Gummikrokodil, die Flossen oder die Taucherbrille. Im Schatten eines Baumes wurde dann die Decke ausgebreitet, von dort hatte ich auch einen guten Überblick, um die Nichtschwimmer nicht aus den Augen zu verlieren. Die Kinder hatten ihren Spaß und waren glücklich. Manchmal traf ich Freunde oder Bekannte, man kam ins Plaudern. Es konnte aber auch passieren, dass den ganzen Nachmittag kein bekanntes Gesicht auftauchte. In solchen Momenten rauchte ich mehr als sonst. Als mir die Streichhölzer ausgingen, bat ich einen etwas entfernter liegenden Herrn um Feuer. Er schaute mich lächelnd an und sagte, dass er leider Nichtraucher sei. Dann beugte er sich etwas weiter zu mir, um mir sehr freundlich und diskret mitzuteilen, dass mein linker Busen raushängt. An diesem Tag sind wir früher nach Hause gegangen und den feuerroten Kopf hatte ich nicht von der Sonne.